Kategorie: Videospiele

Kurzes Vergnügen – aber mit Potential!

Ich hatte gelesen, „Ready or not“ sei ein Nachfolger im Geiste der „S.W.A.T.“-Serie. Deren dritten Teil (oder war’s der vierte?) hatte ich seinerzeit mit Begeisterung gespielt. Also war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mich nicht mehr zurückhalten konnte und 35 Euro in die Early-Access-Version des Spiels versenken musste.

Das Ganze ist zwar noch ziemlich weit von einem fertigen Spiel entfernt, aber ich muss gestehen, die ersten Schritte im Spiel fühlten sich schon irgendwie richtig gut an. Ein Tutorial fehlt derzeit noch und man kann seine taktischen Fähigkeiten bestenfalls auf einem ziemlich mauen Schießstand oder einem Trainingsparcours (auf dem ungefähr exakt gar nichts passiert) trainieren. Also habe ich mich gleich in das erste Gefecht gestürzt.

Meine ersten Erkenntnisse:

  • Man muss Zivilisten bis zu zweimal anbrüllen, bevor sie sich ergeben.
  • Schlösser lassen sich problemlos knacken, wenn man es selbst macht. Die Kameraden sind da nicht so fit.
  • Ein Flashbang direkt auf der Türschwelle ist kontraproduktiv.
  • Durch geschickten Einsatz von Befehlen kann man sich sehr schnell seiner Kameraden entledigen.
  • Hinter manchen Türen ist genügend Platz für einen Bösewicht.
  • Hinter Türen lauernde Bösewichte sind bewaffnet.
  • Die eigene Spielfigur ist nicht kugelsicher.

Kaum zu glauben, aber alleine dieses erste Reinschnuppern war schon richtig spaßig. Davon werden wir garantiert noch mehr sehen – demnächst auf meinem Twitch-Kanal.

Trauriges Zusammentreffen

Am 16.01.2022 hatten wir im Chat während eines meiner Livestreams auf Twitch das Thema „Immersionskiller“ in „Elite Dangerous“. Ein Commander hatte während einer Explorertour außerhalb der bewohnten Gebiete im Spiel plötzlich Signalquellen auf Planetenoberfläche entdeckt, bei denen es sich um Notrufe handelte. Und das waren nicht wenige. Eigentlich kaum zu glauben, dass auf Planeten, die hunderte von Lichtjahren von bewohnten Systemen entfernt sind, so viele Raumschiffe abgestürzt sind. Also handelt es sich bei solchen Notrufen um ziemliche Immersionskiller im Spiel

Als ich im Jahr 2016 mit meiner Asp auf Explorertour war, um das Formidine Rift zu suchen (seinerzeit war nur die ungefähre Lage bekannt und die dortigen Megaships noch nicht gefunden), stolperte ich auch reihenweise über solche Notrufe. Einen davon habe ich mir etwas näher angesehen und dabei das Wrack eines SRV entdeckt.

Auch wenn die Häufigkeit der Notrufe die Immersion killt – irgendwie fand ich es ziemlich traurig, die Trümmer dort liegen zu sehen. Das musste ich gleich mal in einem Screenshot verewigen.

Aber andererseits: Bei der großen Anzahl von Signalquellen, die auf den Planetenoberflächen existierten, konnte der verunglückte Commander sicherlich rasch ausreichend Überlebensausrüstung bergen, um sich ein neues Schiff zu basteln …

A Blast from the Past

Anstatt immer nur „Elite: Dangerous“ auf Twitch zu streamen dachte ich mir, ich greife einmal zu einem alten Klassiker aus dem Jahr 1993:

„Wing Commander Privateer“

Das Video ist zwischenzeitlich auf Youtube gewandert und ich bin ziemlich sicher, es ist deutlich zu erkennen, welchen Spaß mir das Spiel auch heute noch macht.

Ich führe im Video übrigens keine Selbstgespräche, sondern reagiere auf den Twitch-Chat, der im Spiel mitläuft. Dort sind einige Leute aktiv – z. B. „Lars Gunman“ oder „uncas66“. Die Stimme, die zeitweise im Hintergrund zu hören ist, gehört Chris aus Hamburg, mit dem ich nun schon seit einigen Wochen online spiele und der mich auf Twitch immer ein wenig unterstützt.

„Wing Commander Privateer“ gibt es auch heute noch auf www.gog.com zu kaufen – für kleines Geld und ohne Kopierschutz. Alternativ kann man, wie ich es auch im Video beschreibe, nach „Wing Commander Gemini Gold“ suchen. Dabei handelt es sich um ein Fan-Remake, das kostenlos heruntergeladen werden kann und auch unter modernen Betreibssystemen einwandfrei laufen sollte.

Neu, schnell und besser!

Mein erster Beitrag auf meiner frisch geschrubbten Seite gilt also meinem neuen Notebook (und wird auch auf diesem verfasst).

Seit inzwischen einigen Jahren quäle ich mich mit einem Monstrum von einem 17″-Gaming-Notebook aus dem Hause MSI herum. Mit einem i7-Prozessor der vierten Generation, 8 GB RAM und einer GTX770H ist das Teil nicht mehr unbedingt state of the art, aber funktioniert noch einwandfrei. Zum Mitnehmen taugt es allerdings nur bedingt, denn es ist groß und schwer wie die Hölle. Deswegen habe ich es zu meinem Arbeitsrechner degradiert und nach etwas Neuem Ausschau gehalten.

Zunächst dachte ich, ich käme hier zu Hause problemlos mit meinem 10 Jahre alten Medion-Notebook zurecht. Im Grunde benutzte ich das Teil ohnehin nur, um auf Geforce Now ein bisschen zu zocken oder ein paar Vintage-Spiele auf verschiedenen Emulatoren zu daddeln, die nicht sonderlich viel Rechenpower benötigen. Wenn dann aber alleine der Systemstart schon mehrere Minuten in Anspruch nimmt und der Betrieb eines modernen Virenscanners den gesamten Rechner in die Knie zwingt, dann schaut man doch automatisch nach etwas Neuem.

Schlussendlich ist es nun ein Lenovo Legion 5 geworden. Alternate hatte gerade zur rechten Zeit ein echtes Jubelangebot in Petto, das ich nicht ablehnen konnte. AMD Ryzen 5, 16 GB RAM, RTX 3060 Mobil und 512 GB SSD. Dazu noch recht kompakt weil 15″ und ein 1080p Display. Eigentlich genau das, was ich haben wollte. Schön handlich, aber ordentlich Bums. Sozusagen die 38er Chief’s Special unter den Notebooks.

Dachte ich.

Ich lag damit auch soweit richtig. Nur mit einem hatte ich nicht gerechnet: Das Ding wiegt mindestens so viel wie ein russischer T-80 Kampfpanzer – und zwar einer mit zwei Gefechtstürmen!

Dennoch will ich nicht meckern. Ganz und gar nicht. Das Notebook rennt nämlich wie die Sau. „Elite Dangerous Odyssey“ läuft auf Ultra-Einstellungen schon beinahe dünnflüssig und ein Test mit „Wolfenstein Youngblood“ brachte – selbst mit Raytracing – prima Ergebnisse auf hohen Einstellungen. Damit ist mein Notebook nun performanter als mein Desktoprechner, in dem noch eine GTX 1080 vor sich hin werkelt.

Wer weiß, vielleicht werde ich die neue Kiste demnächst sogar für das Streaming auf Twitch oder anderen Kanälen einsetzen …