Spektakuläre Neuigkeiten

Falls es jemanden interessieren sollte, weswegen hier so fürchterlich lange Funkstille herrschte:

Zunächst einmal kam es im vergangenen Oktober bei mir zu einem medizinischen Notfall, der einen sofortigen Eingriff notwendig machte. Im Grunde keine allzu spektakuläre Sache (zumindest subjektiv), doch das hätte wirklich sehr, sehr übel ausgehen können, wäre es nicht rechtzeitig entdeckt worden. Drei Tage später hatte ich alles überstanden, war wieder zu Hause und konnte wieder ganz normal meinem Tagesgeschäft nachgehen. Dennoch hat mich diese Geschichte natürlich ein bisschen aus allem rausgehauen, was ich gerade am Start hatte.

Im Dezember dann der nächste Abschuss: Das Haus, in dem wir wohnten, wurde verkauft und die neuen Mieter verkündeten kurz vor Weihnachten, dass wir unser Domizil bis Ende September 2021 wegen Eigenbedarf räumen müssen.

Das war selbstredend ein ziemlicher Schlag mit der Wichsbürste. Doch andererseits sind wir aber auch Menschen, die nicht so schnell den Kopf in den Arsch stecken. Also haben wir uns gleich auf die Suche gemacht und schon Anfang Januar einen neuen Mietvertrag unterschrieben. Wir hätten nämlich ein schönes Häuschen gefunden. Und was für eins!

Nun haben wir uns schön in einer Hofreite eingerichtet. Ländliche Gegend, aber nicht weit vom Schuss. Und vermutlich die genialste Bude, in der ich je hausen durfte. Und nachdem nun soweit alles notwendigen Arbeiten im Zusammenhang mit dem Umzug abgeschlossen sind und wir uns ein wenig eingelebt haben, kann ich nun endlich wieder ein bisschen Blödsinn an Angriff nehmen.

Und das tue ich auch. Ihr werdet sehen!

Kommt jetzt „Musik@Niels-Peter-Henning.com“?

NEIN!

Aber zugegeben: Ich habe ein wenig aufgerüstet, was die Musik angeht. Momentan sieht es bei mir etwa so aus:

Manch einer wird sich jetzt fragen: „Meint der etwa, er könne Musik machen? Ist der jetzt komplett größenwahnsinnig geworden?“

Nun ja, eigentlich nicht. Tatsächlich stamme ich – väterlicherseits – aus einer alten Musikerfamilie. Mein Urgroßvater war Inhaber einer Tanzschule, meine Großmutter und mein Großonkel waren beide ausgebildete Pianisten und mein Vater eine Koryphäe an Bassgitarre und Tasteninstrumenten. Dieses Umfeld ging natürlich nicht spurlos an mir vorbei. Und ob man es glaubt oder nicht, ich kann nicht nur Noten lesen, sondern weiß auch noch, wo diese Noten auf der Tastatur eines Klaviers zu finden sind. Genau genommen hatte ich in meiner Teenagerzeit gut zwei Jahre lang privaten Klavierunterricht bei meiner Großmutter. Inzwischen ist das alles zwar wieder zum Teufel, doch ich habe immerhin noch die Basics drauf. Und ein bisschen Gitarre spielen kann ich sogar auch.

Wirklich interessant war für mich allerdings schon immer die elektronische Musik. Hier konnte ich in den 1980er Jahren bereits eigene Erfahrungen sammeln, denn eines Tages schleppte mein Vater eine (in meinen damaligen Augen) ziemlich beeindruckende Ausrüstung an, bestehend aus einem Korg Poly-61 Synthesizer, einem Yamaha RX-21 Drumcomputer und einer Fostex X-15 Vierspuranlage. Zugegeben, der Korg war in Musikerkreisen nicht gerade beliebt und der RX-21 ging auch bestenfalls als Billigheimer mit arg begrenzten Möglichkeiten durch; aber hey, für mich war das damals absolute High-Tech und ich durfte nach Herzenslust damit herumspielen. Es gelang mir sogar, einen kleinen Song in seinerzeit typischer Synthie-Pop-Manier aufzunehmen. Ich hatte sogar einen (aus heutiger Sicht vollkommen idiotischen) Text geschrieben. Den ließ ich von meiner damaligen Freundin einsingen. Sie versiebte das Ding dermaßen desaströs, dass ich mich vorerst von der Musik abwandte und mich stattdessen lieber Computerspielen widmete.

Doch nun, so ganz allmählich, bekomme ich wieder Spaß an der Sache. Und das brachte mich dazu, sowohl hard- als auch softwaremäßig stark aufzurüsten. Meine ersten Gehversuche unternahm ich mit dem Magix Music Maker 2018 und einem Launchkey Mini Keyboard. Der Music Maker erwies sich zunächst als höllisch instabil, was ich auf die billige OnBoard-Soundkarte meines PCs zurückführte. Also legte ich mir zusätzlich noch einen externen Audioadapter Focusrite Scarlett 2i2 der 2. Generation zu. Damit ließ sich die Stabilität leider nur mäßig steigern. Außerdem geriet der Music Maker bereits in Rekordzeit an seine Grenzen.

Abhilfe brachte die Installation von BandLab Cakewalk – dem ehemaligen Cakewalk Sonar, das derzeit über das Unternehmen BandLab kostenfrei zu bekommen ist. Hinzu kamen als VSTi eine UVI-Workstation mit den Soundbänken des E-Mu Emulator 2 und des Fairlight CMI IIx (bei UVI heißen sie „Emulation 2“ und „Darklight IIx“). Der Korg M1 und der Dexed (eine Emulation des Yamaha DX7) runden das Paket ab. Dazu dann noch eine Hand voll Effekt-Plugins. Ein halbwegs taugliches Studiomikrofon Pronomic CM-22 musste auch noch her. Und da mir das Launchkey Mini auf die Dauer doch ein wenig zu unkomfortabel war, habe ich mir noch ein Alesis Q49 gegönnt, das immerhin vier Oktaven abdeckt.

Nun fehlen noch ein paar gute Kopfhörer und passable Monitorboxen, doch ich bin derzeit noch nicht bereit, für beides Geld zu investieren. Und wenn man ganz ehrlich ist: Das Equipment, das ich bereits habe, ist sicherlich auch nicht gerade die Crème de la Crème. Aber ich möchte ja gar nicht mit den großen Hunden pissen gehen, sondern einfach nur ein paar nette Nonsens-Liedchen aufnehmen, die ich mir dann gemeinsam mit meinen Kumpanen an unserem Trinksportgelände anhören kann.

Falls sich jemand fragt, ob es meine selbst komponierten Werke eines Tages der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden: Ich habe noch keine Ahnung. Vielleicht wird das nur wieder ein Flackerfeuer und meine Begeisterung schläft binnen kürzester Zeit wieder ein. Vielleicht wird es aber doch etwas Bleibendes. In diesem Fall wird es wohl früher oder später etwas auf die Ohren geben.

Von einer eigenen Webseite sehe ich derzeit aber noch ab. Das wäre zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich mit Spanonen auf Katzen geschossen. Abgesehen davon wird es sicherlich auch noch ein wenig dauern, bis ich etwas Vorzeigbares produziert habe, denn es kostet schon einen Haufen Zeit, sich quer durch die ganzen Synthesizer-Sounds durchzuhören, um einen Überblick zu bekommen, was es alles gibt.

Es gibt immer ein erstes Mal

Ob man das glaubt oder nicht: Ich habe heute, am 1. Januar 2018, meinen allerersten scheiß Tweet abgesetzt.

Der wird zwar keine Sau interessieren, aber herrjeh, wen juckt’s?

Erstes und letztes Update zu Unitymedia

Kaum zu glauben: Kurz nachdem ich mich hier blödgetippt hatte, um meine Erfahrungen mit Unitymedia darzustellen, passierte genau das, was ich am Ende meines Beitrages vermutet hatte: Von einem Tag auf den anderen funktionierte unsere Internetverbindung wieder in vollem Umfang und lief auch stabil. Dies tut sie auch heute noch, sodass sich eine Sonderkündigung vorerst erledigt hat.

Das gilt allerdings nicht für die Kündigung am Allgemeinen, denn es wurde nicht einmal der Versuch unternommen, das Porzellan, das hier zerschlagen wurde, wieder zusammenzukleben. Stattdessen traf bei uns eine nette E-Mail ein. Sinngemäß: „Hey, Sie hatten doch gerade Kontakt zu unserem Service. Wie hat es Ihnen gefallen? Hinterlassen Sie uns Feedback.“

Unitymedia wird von uns Feedback bekommen. Darauf können die einen Furz lassen!