Alouette II - Scheiß Abkleberei!

Abkleben ... das ist für mich ähnlich scheiße wie das Spachteln und das Schleifen - wobei das Schleifen noch ein bisschen scheißener ist. Aber was will man machen, wenn's gut werden soll? Gerade bei der Kabinenhaube der Alouette geht es eben nicht ohne Abkleben. Und mit irgendwelchem Zeug wie z. B. Maskierflüssigkeit will ich hier gar nicht erst anfangen!

Zunächst einmal musste das gesamte Cockpit aber natürlich zusammengebaut werden. Ich habe die einzelnen Bauschritte hier nun aus Faulheitsgründen nicht im Detail dokumentiert. Hier aber zwei Impressionen vom Armaturenbrett, das reichlich undetailliert daherkam:

Das Armaturenbrett

Das Armaturenbrett

Die Armaturen selbst werden dann durch ein Abziehbild dargestellt. Das ist zwar weder das Gelbe noch das Grüne vom Ei und sieht tatsächlich ziemlich Comic-mäßig aus, doch leider gibt es hier keine Alternative. Die Armaturen sind auch bei Weitem nicht vollständig. Eine komplette Schalttafel inklusive diverser Hebel und anderer hervorstehender Bedienelemente fehlt komplett. Doch einerseits hatte ich mir vorgenommen, nichts bzw. nicht viel selbst zu bauen und andererseits hatte ich teure Zurüstteile - sofern diese überhaupt erhältlich sind - bereits im Vorfeld ausgeschlossen. Also blieb im Inneren des Cockpits alles nackisch bzw. mit Abziehbildchen beklebt.

Der Zusammenbau des gesamten Cockpits war dann auch eher unspektakulär. Alles passte ziemlich gut zusammen (auch wenn die Passgenauigkeit hier und dort noch etwas besser hätte sein können). Lediglich die Türen machen mir noch ein wenig Kopfzerbrechen. Diese werde ich erst einkleben, wenn das gesamte Cockpit soweit fertig ist und nichts mehr nachlackiert werden muss.

Nun aber zum eigentlichen Thema dieses Posts: Abkleben.

Einmal sauber abgeklebt und bereit zum Lackieren

Zuerst habe ich einen längeren Streifen Tamiya Masking Tape in dünne Streifen geschnitten. Mit diesen habe ich dann die Konturen der Stege auf den Scheiben abgeklebt. Das lässt sich wunderbar machen, denn mit den dünnen Streifen kann man auch sphärischen Krümmungen sehr gut folgen, ohne dass das Maskiertape Falten wirft.

Danach habe ich einfach immer größere Stücke genommen, um die freien Flächen zu maskieren. Ich muss gestehen, ich habe schon frickeligere Aufgaben gelöst. Die Scheiben der Alouette sind doch vergleichsweise groß und lassen sich gut maskieren.

Die Türöffnungen habe ich dann kurzerhand mit Watte verstopft - die ist gut formbar und lässt sich anschließend auch wieder leicht entfernen.

Einmal lackiert und leicht verwittert

Nach dem Lackieren (ich habe zwei Farben zur Anwendung gebracht - Revell Signalorange Matt Nr. 35 und Tamiya Oliv Matt XF-58) bin ich dann zunächst mit einem leichten Drybrushing (Revell Aqua Aluminium Matt 99) drübergegangen, um die hervorstehenden Nieten und Konturen etwas zu betonen. Danach gab es einen Schuss glänzenden Klarlack ... und dann habe ich es mit der Ölfarbe verbockt. Die ist mir irgendwie viel zu dick und zu dunkel geraten, was komplett kacke aussah.

Logische Konsequenz: Nochmal überlackieren. Und da das Signalorange von Revell grenzbeschissen deckt, ist ein guter Teil des ganzen Geschmuddels noch zu sehen. Glücklicherweise allerdings nicht mehr allzu schlimm, sodass ich es im nächsten Lackiergang wieder eingefangen bekam.

Eine Tür

Ziemlich gut geworden sind hingegen die Türen.

Das Foto oben ist übrigens entstanden, bevor ich Ausbesserungen vorgenommen habe. Wie man sieht, sind noch einige winzige Schmuddelecken zu sehen, z. B. links unten und rechts unten. Das sind nur Bruchteile von Quadratmillimetern, aber dennoch auf den ersten Blick erkennbar. Selbstredend habe ich das mit spitzem Pinsel und noch spitzerem Zahnstocher ausgebessert.

Sehr gut zu sehen ist hier auch das leichte Drybrushing, mit dem die Nieten hervorgehoben sind (und bevor jemand fragt: Nein, ich habe sie nicht gezählt!). Auf ein Pin-Washing habe ich an dieser Stelle verzichtet - das wäre eindeutig mit Spanonen auf Katzen geschossen.

Nun stehen der Zusammenbau und die Lackierung des Rumpfes und des Heckauslegers an. Und da wird es ziemlich frickelig, denn die Teile sind ziemlich fragil.

Also, dranbleiben! Es bleibt spannend!

That’s all, folks!

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