Kategorie: Neue Werkzeuge

Endlich keine Atemnot mehr!

Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, mir fehle noch irgendwas beim Modellbau. Nun bin ich endlich drauf gekommen: Eine Sprühkabine für meinen Airbrush hatte ich noch nicht!

Und man kennt das ja: Kaum hat man mit dem Sprühen angefangen, da kommt schon der Ruf von draußen: „Schatz, kannst du mal deine Tür zumachen und die Fenster auf?“ Abgesehen davon knallt man sich permanent den Sprühnebel in die Lungen, was ja auch nicht gesund sein kann. Da hätte ich anno 2005 auch nicht mit dem Qualmen aufhören müssen.

Die Lösung: Eine Sprühkabine. Das Exemplar, das ich mir nun zugelegt habe, gibt es für ca. 106 Euro bei Amazon. Es ist zusammenklappbar (allerdings auch dann nicht sonderlich kompakt, aber gut zu transportieren, verfügt über eine Absaugeinrichtung mit entsprechendem Schlauch, einen Drehteller und LED-Beleuchtung. Das Plastik ist fest und solide und nach dem Aufbau wackelt auch nichts herum. Lediglich das Fixieren des Schlauchs ist ein wenig kniffelig, aber machbar, wenn man das 12. Gebot beachtet: Du sollst dich nicht blöd anstellen!

Richtig im Einsatz hatte ich die Kabine bislang noch nicht. Was auf dem Bild zu sehen ist, ist lediglich ein Probeaufbau. Ich muss mir dann ohnehin noch etwas hinsichtlich der Raumordnung auf meinem Tisch einfallen lassen, aber ich habe da schon entsprechende Ideen. Will heißen: Das Chaos, das auf dem Foto herrscht, bleibt nicht so.

Neuzugang in der Werkzeugkiste

Wisst Ihr, was ich hasse?

Schleifen!

Ich hatte schon einiges versucht, um mir diese Arbeit ein wenig angenehmer zu machen. Im Zuge dieser Versuche habe ich sogar eine elektrische Zahnbürste umfunktioniert, um sie als Schleifgerät zu nutzen. Dummerweise hat alles nicht so recht funktioniert und ich musste immer wieder auf die ungeliebte manuelle Methode zurückgreifen … bis ich schließlich eine Werbemail des Modellbauhändlers meines Vertrauens erhielt. Darin war unter anderem dieses Werkzeug von Trumpeter beschrieben:

Sander_001

Dies gefiel mir auf Anhieb so gut, dass ich es mir umgehend bestellte (Kunststück – wie hätte ich sonst dieses Foto machen können?).

Zugegeben, gut 35 Euro sind durchaus ein stolzer Preis. Doch es ist Weihnachten, also habe ich nicht auf das Geld geschaut. Und was erhalte ich nun für diese 35 Euro?

Sander_002

Zunächst einmal das Gerät selbst – ein richtiger kleiner Schwingschleifer (in Fachkreisen auch als „Schwabbel“ bekannt). Dazu gibt es drei unterschiedliche Aufsätze: Einer für Schleifarbeiten in spitzen Winkeln, einer für unzugängliche/schmale Stellen und ein breiter „Standardaufsatz“. Dazu noch einige bereits zugeschnittene Schmirgelpapierstücke. Außerdem ist noch ein USB-Kabel vorhanden, mit dessen Hilfe das Gerät am PC geladen werden kann.

Die ersten Erfahrungen waren durchweg positiv. Das Aufladen geht zügig vonstatten und die Bedienung ist kein Problem. Bei der Handhabung ist es mir nun schon mehrfach passiert, dass der Schleifkopf davonfliegt, doch das ist kein Beinbruch. Und man muss hinsichtlich der Verbrauchsmaterialien keinesfalls auf teures Zubehör von Trumpeter zurückgreifen. Schmirgelpapier in unterschiedlichen Stärken, eine Rolle beidseitiges Klebeband und eine Schere tun es auch.

Wenn man unbedingt einen Nachteil suchen möchte, dann findet man vielleicht diesen: Das Schmirgelpapier muss recht häufig gewechselt werden. Ansonsten funktioniert dieses Gerät aber hundertprozentig und hat das Schleifen für mich zu einer angenehmen, wenig aufwändigen Sache gemacht.

Alles in allem: Kaufempfehlung!

© 2015 - 2017 Niels Peter Henning

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