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Endlich keine Atemnot mehr!

Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, mir fehle noch irgendwas beim Modellbau. Nun bin ich endlich drauf gekommen: Eine Sprühkabine für meinen Airbrush hatte ich noch nicht!

Und man kennt das ja: Kaum hat man mit dem Sprühen angefangen, da kommt schon der Ruf von draußen: „Schatz, kannst du mal deine Tür zumachen und die Fenster auf?“ Abgesehen davon knallt man sich permanent den Sprühnebel in die Lungen, was ja auch nicht gesund sein kann. Da hätte ich anno 2005 auch nicht mit dem Qualmen aufhören müssen.

Die Lösung: Eine Sprühkabine. Das Exemplar, das ich mir nun zugelegt habe, gibt es für ca. 106 Euro bei Amazon. Es ist zusammenklappbar (allerdings auch dann nicht sonderlich kompakt, aber gut zu transportieren, verfügt über eine Absaugeinrichtung mit entsprechendem Schlauch, einen Drehteller und LED-Beleuchtung. Das Plastik ist fest und solide und nach dem Aufbau wackelt auch nichts herum. Lediglich das Fixieren des Schlauchs ist ein wenig kniffelig, aber machbar, wenn man das 12. Gebot beachtet: Du sollst dich nicht blöd anstellen!

Richtig im Einsatz hatte ich die Kabine bislang noch nicht. Was auf dem Bild zu sehen ist, ist lediglich ein Probeaufbau. Ich muss mir dann ohnehin noch etwas hinsichtlich der Raumordnung auf meinem Tisch einfallen lassen, aber ich habe da schon entsprechende Ideen. Will heißen: Das Chaos, das auf dem Foto herrscht, bleibt nicht so.

Ich bin hubschrauberisiert.

img_0001In den 1990er Jahren hatte ich bereits eine Phase, in der ich nur noch Hubschrauber baute. Genau genommen war das die Phase, in der ich wieder „richtig“ in den Modellbau einstieg, nachdem ich jahrelang pausiert hatte. Irgendwann in dieser Zeit war es mir gelungen, einen alten Monogram-Bausatz einer Bell UH-1B im Maßstab 1/24 zu ergaunern (kein Witz, das war wirklich eine windige Geschichte, wie ich diesen Bausatz dem örtlichen Spielwarenhändler aus den Rippen geleiert habe … ich verrate nur soviel, als dass eine kaputte Registrierkasse und mein handwerkliches Geschick sowie meine Erfahrung mit Kassensystemen dabei eine Rolle spielten). Dummerweise setze ich das Modell komplett in den Sand.

Jahrzehnte später war es mir dann gelungen, über Ebay diesen Heliswiss-Bausatz noch einmal zu beschaffen. Ich war sogar relativ günstig dazu gekommen. Natürlich war ich stolz wie Oskar, doch kurz darauf legte Revell das Ding kurzerhand in der Gunship-Variante wieder neu auf. Tja, und da ich ohnehin leicht hubschrauberisiert bin, musste ich natürlich zugreifen. Das war nun schon vor einiger Zeit. Seither schlummert der „Huey“ in meiner Schublade, gemeinsam mit seinem „Heliswiss“-Bruder. Durch die Geschichte mit der Mi-24, die ich mir erst vor wenigen Tagen gegönnt habe, erwachte aber mein Interesse am „Huey“ wieder (Stichwort: Hubschrauberisierung). Also habe ich mir den Baukasten mal zur Hand genommen und ihm eine eigene Miniseite spendiert. Bislang gibt es dort nur eine Bausatzvorstellung, doch immerhin ist schon einmal ein Grundstein für ein neues, spektakuläres Modell gelegt.

Sobald ich mit meinem aktuellen Projekt durch bin, werde ich dann wohl mit dem Zusammenbau des „Huey“ durchstarten. Und diesmal werde ich wohl definitiv nicht direkt aus dem Kasten bauen, denn dieser Bausatz schreit förmlich nach zusätzlichen Details!

Der Fluch der Nr. 16.

Kennt Ihr das?

Da hat man gerade so einen schönen Lauf und kommt beim Bauen richtig gut voran. Letzte Teile werden noch angebracht, dann wird sorgfältig abgeklebt, der Airbrush nochmal gereinigt und man freut sich darauf, nun endlich an die „große“ Lackierung zu gehen. Was braucht man dafür? Die Revell Enamel-Farbe „Sand“, matt, Farbnummer 16.

Schublade auf. Was findet man da? Gelb, matt, Nr. 15. Irgendeinen Braunton, matt, Nr. 17. Aber keine Nr. 16! Ist vielleicht irgendwas von Humbrol in der Schublade, das man verwenden könnte? Nein. Und Tamiya? Da hätte man vielleicht etwas, aber nur Acryl. Später muss aber noch eine weitere Schicht Enamel-Farbe drüber gezogen werden. Das hat in der Vergangenheit unschöne Effekte gegeben. Enamel auf Acryl ist einfach nicht das Wahre.

Was also tun?

Bestellen!

Gute Idee. Gleich mal schauen. Amazon. Uh, gleich 4,50 Euro. Das ist ein bisschen teuer. Zwar ohne Lieferkosten (weil Amazon Prime), aber trotzdem ein kerniger Preis. Modellbauhandel vor Ort fällt flach – ich müsste dann in ein schweinisch teures Parkhaus. Das würde den Preis wieder aufwiegen. Internet-Fachhändler? Gute Idee. Die Farbe kostet dort 1,65 Euro. Aber Lieferkosten! Insgesamt käme ich auf über 9 Euro!

Schlussendlich: Amazon. 4,50 Euro, keine Lieferkosten. Lieferung irgendwann im Lauf des Monats.

Und ja, ich war ziemlich sauer!

Hier gibt es nix zu sehen!

Na ja, zumindest noch nicht.

Meine Modellbauseite wird derzeit umgebaut, ebenso wie alle anderen Seiten auch. Es wird ein einheitliches Design geben – und neue Inhalte.

Ich muss offen gestehen, die alte Struktur der Modellbauseite hat mir auf die Dauer nicht mehr gefallen. Hier die Bausatzvorstellungen, dort die Bauberichte, da hinten dann die Bildergalerie … und immer wieder alles hin und her verlinkt. Das wurde auf die Dauer doch ziemlich unübersichtlich. Außerdem schwankte der Tonfall bei den einzelnen Beiträgen doch recht stark. Das ging von der brottrockenen, beinahe schon akademisch aufgezogenen Bausatzvorstellung bis hin zu völligen Nonsensetexten, die an Aberwitz nicht mehr zu überbieten waren.

Nun, ich werde sehen, dass ich die hier kommenden Inhalte ein wenig einheitlicher gestalte. Nach und nach wird wieder alles auftauchen, was auch vorher zu sehen war – wenn auch in etwas abgewandelter Form. Aber auch hier gilt: Ich benötige dafür noch ein wenig Zeit.

Also: Einfach ab und zu vorbeischauen. Bald gibt es wieder etwas zu sehen!

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