Mein Alter Herr wäre glücklich gewesen.

Irgendwann vor Jahren meinte mein Alter Herr, sein absolutes Traummodell wäre eine Douglas DC-4. Für ihn war das eines der schönsten Flugzeuge, die jemals gebaut wurden. Dabei verwies er auf das berühmte Bild des „Rosinenbombers“ im Anflug auf Berlin, das während der Blockade damals um die Welt gegangen war.

„Kein Problem“, dachte ich mir seinerzeit. Gleich mal Google bemüht und nachgeschaut. Dummerweise fand ich irgendwo bei ebay nur einen einzigen Bausatz einer DC-4 in einem völlig indiskutablen Maßstab (1:200 oder so – ich weiß es nicht mehr genau) und zu einem Schweinepreis. Und blöderweise kam ich auch nicht auf die Idee, nach einer C-54 zu schauen. So verlief sich die Sache dann leider im Sande.

Und nun brachte Revell vor gar nicht allzu langer Zeit diesen Bausatz hier heraus. Mein Alter Herr wäre im Dreieck gesprungen vor lauter Spaß! Und ich hätte ihm auch noch das passende Werkzeug zur Verfügung stellen können (er hatte bis zuletzt beispielsweise keinen vernünftigen Airbrush und lackierte immer noch mit dem Pinsel). Aber leider ist es ihm nicht mehr vergönnt, das noch mitzuerleben.

Ich selbst war eigentlich gar kein Riesenfan von diesem Modell (bzw. wäre keiner gewesen). Aber natürlich komme ich nicht drumherum, das „Lehrer Henning Gedenkmodell“ zu bauen und ihm einen Ehrenplatz in meinem Regal zu verschaffen. Und da meine Lebensgefährtin gerade gestern, während ich bei der Arbeit war, bei der Bastlerzentrale Lonthoff, unserem örtlichen (und sauguten) Modellbauhändler vorbeikam und mich per Whatsapp fragte, ob sie mir etwas mitbringen könnte, da bat ich sie, doch zuzuschlagen und mir diesen Bausatz zu beschaffen, falls vorrätig. Und nun, wo ich ihn habe, gefällt mir das Flugzeug immer besser. Ich muss meinem Vater Recht geben: Es ist tatsächlich eines der schönsten Flugzeuge, die je gebaut wurden (auch wenn es gegen die Super Constellation noch ein wenig abstinkt – die war noch schöner).

Priorität hat aber zunächst weiterhin mein derzeitiges Lieblingsprojekt: Die Short Sunderland Mk.III von Airfix, deren nahezu gesamtes Interieur ich gerade selbst baue – zumindest bis zu einem gewissen Punkt.

Endlich keine Atemnot mehr!

Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, mir fehle noch irgendwas beim Modellbau. Nun bin ich endlich drauf gekommen: Eine Sprühkabine für meinen Airbrush hatte ich noch nicht!

Und man kennt das ja: Kaum hat man mit dem Sprühen angefangen, da kommt schon der Ruf von draußen: „Schatz, kannst du mal deine Tür zumachen und die Fenster auf?“ Abgesehen davon knallt man sich permanent den Sprühnebel in die Lungen, was ja auch nicht gesund sein kann. Da hätte ich anno 2005 auch nicht mit dem Qualmen aufhören müssen.

Die Lösung: Eine Sprühkabine. Das Exemplar, das ich mir nun zugelegt habe, gibt es für ca. 106 Euro bei Amazon. Es ist zusammenklappbar (allerdings auch dann nicht sonderlich kompakt, aber gut zu transportieren, verfügt über eine Absaugeinrichtung mit entsprechendem Schlauch, einen Drehteller und LED-Beleuchtung. Das Plastik ist fest und solide und nach dem Aufbau wackelt auch nichts herum. Lediglich das Fixieren des Schlauchs ist ein wenig kniffelig, aber machbar, wenn man das 12. Gebot beachtet: Du sollst dich nicht blöd anstellen!

Richtig im Einsatz hatte ich die Kabine bislang noch nicht. Was auf dem Bild zu sehen ist, ist lediglich ein Probeaufbau. Ich muss mir dann ohnehin noch etwas hinsichtlich der Raumordnung auf meinem Tisch einfallen lassen, aber ich habe da schon entsprechende Ideen. Will heißen: Das Chaos, das auf dem Foto herrscht, bleibt nicht so.

Ein alter Bekannter

Ich muss zugeben, die Modellbauerei hat derzeit nicht unbedingt den höchsten Stellenwert bei mir. Stattdessen bin ich eher auf Computerspiele fixiert, was sich sicherlich auch in der Anzahl der Beiträge auf meiner Games-Seite niederschlägt. In den letzten Tagen habe ich aber einen kleinen Rappel bekommen und mich über einen alten Airfix-Bausatz hergemacht, den ich vor gar nicht allzu langer Zeit in meiner Schatztruhe eingelagert hatte. Es handelt sich um eine Short Sunderland Mk.III aus dem Hause Airfix im Maßstab 1/72 – eine äußerst betagte Bausatzform, an der sich vor einigen Jahrzehnten schon mein Vater versucht hatte. Auf der Mini-Seite zum Bausatz erfährt man, ob der Bausatz gut gealtert ist … oder eher nicht.

Eine Seefahrt, die ist lustig …

Nach unserer tollen Kreuzfahrt mit der AIDAsol musste ich doch gleich einmal den Revell-Bausatz der AIDAdiva/bella/luna herauskramen, der schon seit einiger Zeit darauf wartet, von mir beachtet zu werden. Inzwischen gibt es zwar einen neuen, aktualisierten Bausatz, der tatsächlich auch die AIDAsol darstellt, doch das ist für mich kein Anlass, mir zwei dieser Kolosse zuzulegen.

Ein genauer Blick auf den Bausatz und ein Abgleich mit den vielen, vielen Fotos, die ich gemacht hatte, zeigte mir, dass Revell hier wirklich tolle Arbeit geleistet hat. Was hier im Maßstab 1/400 geboten wird ist nicht nur sehr gut detailliert, sondern auch noch äußerst nah am Original. Wer sich ein Bild davon machen kann, dem empfehle ich einen Blick auf meine Bausatzvorstellung mit insgesamt mehr als 160 Fotos!

Ich bin hubschrauberisiert.

img_0001In den 1990er Jahren hatte ich bereits eine Phase, in der ich nur noch Hubschrauber baute. Genau genommen war das die Phase, in der ich wieder „richtig“ in den Modellbau einstieg, nachdem ich jahrelang pausiert hatte. Irgendwann in dieser Zeit war es mir gelungen, einen alten Monogram-Bausatz einer Bell UH-1B im Maßstab 1/24 zu ergaunern (kein Witz, das war wirklich eine windige Geschichte, wie ich diesen Bausatz dem örtlichen Spielwarenhändler aus den Rippen geleiert habe … ich verrate nur soviel, als dass eine kaputte Registrierkasse und mein handwerkliches Geschick sowie meine Erfahrung mit Kassensystemen dabei eine Rolle spielten). Dummerweise setze ich das Modell komplett in den Sand.

Jahrzehnte später war es mir dann gelungen, über Ebay diesen Heliswiss-Bausatz noch einmal zu beschaffen. Ich war sogar relativ günstig dazu gekommen. Natürlich war ich stolz wie Oskar, doch kurz darauf legte Revell das Ding kurzerhand in der Gunship-Variante wieder neu auf. Tja, und da ich ohnehin leicht hubschrauberisiert bin, musste ich natürlich zugreifen. Das war nun schon vor einiger Zeit. Seither schlummert der „Huey“ in meiner Schublade, gemeinsam mit seinem „Heliswiss“-Bruder. Durch die Geschichte mit der Mi-24, die ich mir erst vor wenigen Tagen gegönnt habe, erwachte aber mein Interesse am „Huey“ wieder (Stichwort: Hubschrauberisierung). Also habe ich mir den Baukasten mal zur Hand genommen und ihm eine eigene Miniseite spendiert. Bislang gibt es dort nur eine Bausatzvorstellung, doch immerhin ist schon einmal ein Grundstein für ein neues, spektakuläres Modell gelegt.

Sobald ich mit meinem aktuellen Projekt durch bin, werde ich dann wohl mit dem Zusammenbau des „Huey“ durchstarten. Und diesmal werde ich wohl definitiv nicht direkt aus dem Kasten bauen, denn dieser Bausatz schreit förmlich nach zusätzlichen Details!

Letztendlich doch noch …

img-20161116-wa0002Ich hatte Ende der 1990er Jahre mal eine Phase, in der ich beinahe ausschließlich Hubschrauber baute. Etwa 10 Jahre, nachdem diese Phase wieder beendet war, entdeckte ich den Mi-24 Bausatz von Trumpeter und war gleich wieder gezündet. Der Preis war mir dann aber doch etwas zu kernig. Abgesehen davon hatte ich gelesen, das Modell biete zwar eine Menge Einzelteile und gute Qualität, sei aber nicht in allen Punkten vorbildgetreu. Das schreckte mich vorerst vom Kauf ab.

Inzwischen habe ich aber durch das Sammeln von Gutscheinen ein recht anständiges Guthaben bei Amazon zusammengespart und deswegen nun beherzt zugegriffen. Ein erster Blick in den Baukasten ließ mich dann auch sofort anerkennend nicken, denn das Modell bietet wirklich sehr viel von allem. Die komplette Geometrie des Rumpfes stimmt zwar nicht einmal ansatzweise mit dem Original überein und ist stattdessen komplett symmetrisch (was eigentlich nicht sein dürfte), doch darüber möchte ich in diesem Fall einmal hinwegsehen. Fakt ist: In dieser Größenordnung gibt es schlichtweg nichts Vergleichbares! Und falls es Detailfehler gibt – was ich noch nicht im Einzelnen überprüft habe -, dann lassen sich diese sicherlich mit Bordmitteln beheben.

In jedem Fall freue ich mich wie Bolle über den Klopper. Wenn ich nur wüsste, wo ich das fertige Modell später hinstellen soll … wenn ich ihn in unsere neue Regalwand im Wohnzimmer bugsieren, dann zieht mir meine Frau die Haut ab!

Der Fluch der Nr. 16.

Kennt Ihr das?

Da hat man gerade so einen schönen Lauf und kommt beim Bauen richtig gut voran. Letzte Teile werden noch angebracht, dann wird sorgfältig abgeklebt, der Airbrush nochmal gereinigt und man freut sich darauf, nun endlich an die „große“ Lackierung zu gehen. Was braucht man dafür? Die Revell Enamel-Farbe „Sand“, matt, Farbnummer 16.

Schublade auf. Was findet man da? Gelb, matt, Nr. 15. Irgendeinen Braunton, matt, Nr. 17. Aber keine Nr. 16! Ist vielleicht irgendwas von Humbrol in der Schublade, das man verwenden könnte? Nein. Und Tamiya? Da hätte man vielleicht etwas, aber nur Acryl. Später muss aber noch eine weitere Schicht Enamel-Farbe drüber gezogen werden. Das hat in der Vergangenheit unschöne Effekte gegeben. Enamel auf Acryl ist einfach nicht das Wahre.

Was also tun?

Bestellen!

Gute Idee. Gleich mal schauen. Amazon. Uh, gleich 4,50 Euro. Das ist ein bisschen teuer. Zwar ohne Lieferkosten (weil Amazon Prime), aber trotzdem ein kerniger Preis. Modellbauhandel vor Ort fällt flach – ich müsste dann in ein schweinisch teures Parkhaus. Das würde den Preis wieder aufwiegen. Internet-Fachhändler? Gute Idee. Die Farbe kostet dort 1,65 Euro. Aber Lieferkosten! Insgesamt käme ich auf über 9 Euro!

Schlussendlich: Amazon. 4,50 Euro, keine Lieferkosten. Lieferung irgendwann im Lauf des Monats.

Und ja, ich war ziemlich sauer!

Die Bilder sind wieder da!

Huey Hog (1)Als ich am vergangenen Wochenende einige alte Möbel in meinem Hobbyraum entsorgte und gegen neue ersetzte, fiel mir eine SD-Karte in die Hände, die ich schon lange vermisst hatte. Ich schaute sie mir gleich einmal am PC an und entdeckte darauf eine ganze Reihe Fotos vom Zusammenbau des UH-1 „Huey Hog“, zu dem ich bereits einen Baubericht verfasst hatte. Im Bericht hatte ich erwähnt, die Bilder seien nicht mehr vorhanden, doch nun sind sie wieder da!

Selbstredend habe ich den Bericht sofort abgeändert und die Bilder entsprechend eingefügt! Lustig: Als ich die Fotos von der Karte herunterladen wollte, verabschiedete sich das Dateisystem dieser bescheuerten SD-Karte und die Bilder waren zum zweiten Mal verschollen. Mit einem Tool zur Datenrettung konnte ich das Schlimmste dann aber verhindern.

Irre: Ich bin wahrscheinlich der einzige Knaller, der seine Fotos gleich zweimal wegschmeißt und dann trotzdem wieder auf die Reihe kriegt.

Neuzugang in der Werkzeugkiste

Wisst Ihr, was ich hasse?

Schleifen!

Ich hatte schon einiges versucht, um mir diese Arbeit ein wenig angenehmer zu machen. Im Zuge dieser Versuche habe ich sogar eine elektrische Zahnbürste umfunktioniert, um sie als Schleifgerät zu nutzen. Dummerweise hat alles nicht so recht funktioniert und ich musste immer wieder auf die ungeliebte manuelle Methode zurückgreifen … bis ich schließlich eine Werbemail des Modellbauhändlers meines Vertrauens erhielt. Darin war unter anderem dieses Werkzeug von Trumpeter beschrieben:

Sander_001

Dies gefiel mir auf Anhieb so gut, dass ich es mir umgehend bestellte (Kunststück – wie hätte ich sonst dieses Foto machen können?).

Zugegeben, gut 35 Euro sind durchaus ein stolzer Preis. Doch es ist Weihnachten, also habe ich nicht auf das Geld geschaut. Und was erhalte ich nun für diese 35 Euro?

Sander_002

Zunächst einmal das Gerät selbst – ein richtiger kleiner Schwingschleifer (in Fachkreisen auch als „Schwabbel“ bekannt). Dazu gibt es drei unterschiedliche Aufsätze: Einer für Schleifarbeiten in spitzen Winkeln, einer für unzugängliche/schmale Stellen und ein breiter „Standardaufsatz“. Dazu noch einige bereits zugeschnittene Schmirgelpapierstücke. Außerdem ist noch ein USB-Kabel vorhanden, mit dessen Hilfe das Gerät am PC geladen werden kann.

Die ersten Erfahrungen waren durchweg positiv. Das Aufladen geht zügig vonstatten und die Bedienung ist kein Problem. Bei der Handhabung ist es mir nun schon mehrfach passiert, dass der Schleifkopf davonfliegt, doch das ist kein Beinbruch. Und man muss hinsichtlich der Verbrauchsmaterialien keinesfalls auf teures Zubehör von Trumpeter zurückgreifen. Schmirgelpapier in unterschiedlichen Stärken, eine Rolle beidseitiges Klebeband und eine Schere tun es auch.

Wenn man unbedingt einen Nachteil suchen möchte, dann findet man vielleicht diesen: Das Schmirgelpapier muss recht häufig gewechselt werden. Ansonsten funktioniert dieses Gerät aber hundertprozentig und hat das Schleifen für mich zu einer angenehmen, wenig aufwändigen Sache gemacht.

Alles in allem: Kaufempfehlung!

Nach langer Bauzeit endlich fertig.

Huey Hog (1)

Ein alter Gentleman ist eingetroffen.

 
 
1977 erstmals aus dem Hause Monogram erhältlich, doch noch immer auf dem Markt. Revell bietet die 1/48 Bell UH-1 „Huey Hog“ nach wie vor an – und das auch noch zu einem sehr günstigen Preis.

Wie man in meinem Baubericht nachlesen kann, kommt dieses Modell zwar mit einigen Ecken und Kanten daher, doch der Zusammenbau hat nichtsdestotrotz Spaß gemacht. Das fertige Modell hat zwar ein paar Ritzen und Ecken, die ich nicht perfekt zuschmieren konnte, doch ich finde, es hält durchaus auch einer extremen Nahaufnahme stand.

Zur UH-1-Miniseite >>>

© 2015 - 2017 Niels Peter Henning

Impressum/Disclaimer (und lecker Kochrezepte)
Frontier Theme