Kategorie: „Menschliche Überreste“

Die Sache wird rund.

Eine frohe Botschaft:

Nachdem „Menschliche Überreste“ schon ein ganzes Stück vorangeschritten ist, hatte ich nun den rettenden Einfall, wohin diese Story schlussendlich führen soll. Und damit ist für mich die größte Hürde genommen.

Mal ehrlich: Ich kann einfach keine Geschichte schreiben, wenn ich das Ende nicht klar vor Augen habe. Das funktioniert einfach nicht. Wenn ich aber weiß, wo ich hin will, dann ist es kein Problem mehr, den Weg dorthin zu finden. Ich muss dann nur aufpassen, nicht gerade die kurvenreichste Strecke zu nehmen oder mich in dunklen Nebengassen zu verfransen. In der Praxis bedeutet das: Ich muss meist die Hälfte aller Ideen, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben, über Bord schmeißen, weil ich sonst ein epochales Werk in mehreren Bänden produzieren würde, das sich im Laufe der Geschichte meilenweit vom eigentlichen Plot entfernt.

Bei „Menschliche Überreste“ geht es mir inzwischen übrigens genauso. Gerade gestern Abend auf dem Sofa kam mir eine herrliche Idee zu einer der Hauptfiguren. Es ging um eine Anekdote aus dem Leben dieser Figur, um sie etwas besser zu charakterisieren. Unglücklicherweise musste ich mir selbst gegenüber eingestehen, dass ich überhaupt keine Möglichkeit sehe, diese Anekdote auf vernünftige Weise in die Handlung einzubetten. Verdammt schade.

Merkt Ihr was?

Wenn man nochmal auf den Titel dieses Postings schaut und die ersten Sätze betrachtet, dann mekrt man, dass ich gerade dabei bin, mich in dunklen Nebengassen zu verästeln.

Mannomann …

Ein erstes Kapitel … und noch keine fertige Story.

Manchmal muss einfach etwas Neues her.

„Die Natur schlägt zurück“ war in den letzten Tagen endgültig ins Stocken geraten. Das hat nichts mit einer „Schreibblockade“ oder ähnlichem blöden Scheiß zu tun. Es liegt auch nicht daran, dass ich irgendwie im Plot hängen geblieben wäre, denn diese Geschichte hat ja genau genommen überhaupt keinen richtigen Plot. Es liegt schlicht und ergreifend daran, dass ich in einer Szene stecke, zu der mir momentan überhaupt nichts Witziges einfällt. Die passenden Ideen hierzu benötigen wohl noch einige Anlaufzeit.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Fortsetzung von „Menschliche Einzelteile“ momentan ziemlich stark in meinem Kopf herumrumort. Es juckt mir schon seit Wochen in den Fingern, endlich in diese Geschichte einzusteigen. Ein Großteil des Plots ist bereits fertig. Was mir bislang noch fehlte, war ganz einfach das „treibende Element“. Es war die Frage, wohin die Reise im Plot überhaupt gehen sollte. Beim ersten Teil war das überhaupt kein Thema: Die Geschichte sollte mit einem Riesenknall enden und alle sollten sterben (was ich zuletzt dann doch ein wenig abgemildert habe, um einige „Sympathieträger“ für eine eventuelle Fortsetzung am Leben zu lassen). Doch wie soll das Ende diesmal aussehen?

Ich muss offen gestehen: Ich weiß es noch nicht (auch wenn mir gerade jetzt, wo ich diese Zeilen tippe, eine ziemlich schräge Idee gekommen ist, die ich schnellstmöglich evaluieren muss). Dennoch kam ich nicht umhin, gestern schon einmal das erste Kapitel der Geschichte herunterzuklappern.

Eigentlich vollkommen plemplem. Ich habe wirklich noch keine Ahnung, wohin die Reise überhaupt gehen soll, doch ich habe schon einmal ein erstes Kapitel. Okay, zugegeben, ich bin inzwischen sehr sicher, dass sich an diesem Kapitel nicht mehr viel ändern wird. Wenn überhaupt, dann müsste ich maximal einen oder zwei Dialoge anpassen. Der Rest dürfte aber schon in Stein gemeißelt sein. Dennoch kommt es mir irgendwie doof vor, einfach so ins Blaue zu schreiben.

Aber wisst Ihr, was noch bekloppter ist? Ich werde vermutlich heute noch das nächste Kapitel runterbrettern! Schön bescheuert. Doch da es sich um eine Rückblende handelt, die voraussichtlich das gesamte erste Drittel des Romans in Anspruch nehmen wird, kann ich eigentlich nicht sonderlich viel falsch machen.

© 2015, 2016 Niels Peter Henning

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