Die Kindheit eines Trashautoren

Hammergeil: Ich lese gerade die neueste Amazon-Rezension zu „Menschliche Einzelteile“ und freue mich wie Bolle, dass das Buch auch ordentlich Spaß gemacht hat, was sich in satten fünf Sternen niedergeschlagen hat.

Vielen Dank für das Lob!

Ganz am Ende stand eine Frage, die ich gar nicht mal so abwegig fand: Welche Kindheit mag der Autor wohl gehabt haben?

Das ist doch mal ein origineller Bestandteil einer Rezension! Und deswegen möchte ich es nicht versäumen, diese Frage einfach einmal zu beantworten.

Wenn man sich anschaut, welches Zeug ich so schreibe, dann könnte man vermuten, ich sei in einem echten Höllenloch aufgewachsen und meine Eltern seien mit Hörnern und Pferdefüßen unterwegs gewesen. Stimmt nicht! Tatsächlich hatte ich eine nahezu perfekte Kindheit. Als Einzelkind zwar nicht ganz so verwöhnt, wie man es meinen könnte, aber dennoch kann ich mich nicht beklagen. Das haben meine Eltern wirklich prima hinbekommen. Gut, okay, als ich ca. 15 Jahre alt war flog die Ehe meiner Eltern mit einem mächtigen Knall in die Luft. Das war nun nicht ganz so angenehm. Aber ich denke, ich habe das alles ganz gut überstanden.

Aber ich weiß ja, was eigentlich hinter dieser Frage steckt. Meine Kindheit ist im Grunde gar nicht so wichtig. Die eigentliche Frage müsste viel pauschaler sein: Was ist nur mit diesem Kerl passiert, dass er sich solche Geschichten ausdenkt?

Hm … eigentlich gar nichts. Zugegeben, zu der Zeit, als ich mir „Menschliche Einzelteile“ ausdachte, ärgerte ich mich gerade mächtig über meinen damaligen Arbeitgeber, der uns ziemlich übel mitspielte. Daher resultieren auch einige der Namen, die im Buch vorkommen. Ansonsten kann ich aber wirklich nicht klagen. Ganz im Gegenteil: Ich habe im Leben wirklich sehr viel Glück gehabt – unter anderem auch in der Zeit, in der „Menschliche Einzelteile“ entstand. Es hat mir einfach einen Heidenspaß gemacht, mal so richtig hemmungslos die Sau rauszulassen.

Sagen wir einfach, ich bin ein Mensch mit dem Hang zu schrägen Ideen, die manchmal einfach sehr gewalttätig ausfallen. Und seien wir mal ehrlich: In „Menschliche Einzelteile“ geht eigentlich niemand drauf, der nicht irgendwie Dreck am Stecken hat. Ich musste mich allerdings beherrschen, um nicht noch mehr herumzusauen; andernfalls hätte ich für eine mögliche Fortsetzung nicht mehr genügend Kanonenfutter gehabt.

Updated: 16. Mai 2017 — 13:50

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