Das Spiele-Tagebüchlein: CoD WW2, Elite: Dangerous und Fallout 4

Ich weiß gar nicht, weswegen ich noch nicht damit angefangen habe, mal ein kleines (und vermutlich tierisch unregelmäßiges) Tagebüchlein über meine Spielerei zu führen.

Vermutlich, weil ich zu faul bin … aber gut, das ist ohnehin scheißegal, weil das hier alles eine freiwillige Veranstaltung ist. Dennoch finde ich es gar nicht so übel, einfach einmal herunterzunotieren, was mir gerade so durch den Kopf geht. In meinem näheren Bekanntenkreis befindet sich nicht ein einziger Mensch, der sich so sehr für Computerspiele interessiert wie ich. Also kann ich mich auch mit niemanden über die Themen, die mich in diesem Zusammenhang beschäftigen, ein wenig austauschen. Na gut, dann tippe ich es eben in mein eigenes Weblog. Wofür habe ich schließlich dieses Scheißding – auch wenn es niemanden interessiert außer mich selbst?

„Call of Duty – World War II“

Ich schaue gerne immer wieder mal bei pcgames.de vorbei, um mir einen Überblick zu verschaffen, was gerade in der Spielebranche läuft. Auf diese Weise habe ich schon den einen oder anderen guten Tipp abstauben können. In letzter Zeit kotzt mich das Lesen dort aber immer mehr an – und das hat noch nicht einmal etwas mit der Webseite pcgames.de an sich zu tun, sondern mit der allgemeinen Gangart, die auch auf anderen Spiele-Webseiten um sich greift.

Es geht darum, dass verschiedene Spiele emporgehoben werden wie nicht ganz gescheit. Es gibt Phasen, die komplett von einem bestimmten Spiel beherrscht werden. Vor einiger Zeit war das beispielsweise „Mass Effect: Andromeda“. Momentan ist es „Call of Duty: World War II“. Wann immer man die Seite besucht, gibt es irgendwelche Neuigkeiten über dieses Spiel. Neuer Eintrag im „Testtagebuch“, neue Infos zur Einzelspielerkampagne, neue Infos zu spielbaren Charakteren, neue Infos zu Mehrspielermaps, neue Infos zum Geruch der Arschlöcher der Programmierer.

Und, ebenfalls sehr beliebt: Leaks. Alle mögliche Scheiße wird heute „geleakt“ (wobei ein Großteil dieser „Leaks“ vermutlich von den Machern des jeweiligen Spiels selbst gestreut wird, denn eine bessere und vor allem kostengünstigere Werbung kann man sich ja kaum wünschen).

Das kotzt mich allmählich dermaßen an, dass ich nur noch sagen kann: Leakt mich doch alle am Arsch!

Gerade in Bezug auf das hier genannte „Call of Duty – World War II“: Dieses Spiel wird voraussichtlich im November erscheinen. Im November! Voraussichtlich! Bis dahin scheißt noch so mancher Vogel, der heute noch keinen Arsch hat. Und abgesehen davon frage ich mich, was die Redakteure der Spielewebseiten, auf denen dieses Spiel momentan rauf und runter gebetet wird, eigentlich glauben, was da kommt?

Kann ich sagen: Es kommt eben ein „Call of Duty“. Ich habe gerade die ganze Serie durchgespielt und ich kann versichern: Das war immer und immer wieder exakt das gleiche Gameplay. Die Story rundum war mal besser, mal schlechter (was übrigens auch für die gesamte technische Umsetzung gilt), aber das war es auch schon. Die Änderungen im Gameplay waren bestenfalls marginal. Und genauso wird es diesmal auch sein. Weil man an einem Ego-Shooter-Reihe wie „Call of Duty“ eigentlich nichts nennenswert anders oder besser machen kann. Und das wird es geben: Eine bombastisch inszenierte Kampagne mit jeder Menge Action und viel Spektakel drumherum. Vielleicht sogar eine Kampagne, die unheimlich viel Krach macht, genau wie im zweiten Teil der Reihe. Mit ein bisschen Glück gibt es auch eine nicht völlig vergurkte, aber bestenfalls im unteren Mittelmaß angesiedelte Story. Große Areale, die sich im Lauf des Spiels dann aber doch eher als Schlauchlevels entpuppen. Und nach maximal 5 Stunden wird alles wieder vorbei sein. Zusätzlich zur Kampagne gibt es dann den Multiplayerteil, der die Ballerbubchen bei Laune hält, bis im nächsten Jahr der nächste Teil des Spiels rauskommt. Und der spielt sich natürlich genau so wie alle anderen Multiplayerteile aller anderen Call-of-Duty-Teile.

Und deswegen wird jetzt so ein Riesenwirbel veranstaltet. Das ist mehr als lächerlich. Noch schlimmer: Es ist ärgerlich, weil es den Platz für andere Nachrichten nimmt, die vielleicht interessanter wären. Für mich ist einfach unbegreiflich, dass die Leute nach Reinfällen wie „No Man’s Sky“ oder „Mass Effect: Andromeda“ einfach nicht schlauer werden und die Bälle ein wenig flacher halten, was die Vorberichterstattung auf irgendwelche Spiele angeht. Wartet halt einfach ab, bis das Ding fertig ist, macht dann einen ausgiebigen Test und schreibt erst dann ausführliche Artikel darüber, anstatt monatelang um das Thema herumzueiern, obwohl sich im Grunde genommen noch nichts definitiv sagen lässt!

„Elite: Dangerous“

Hier war ich in den letzten Wochen beinahe ausnahmslos in der sogeannten Colonia-Bubble unterwegs und habe meinen Kampfrang ein wenig nach vorne gebracht. Das wurde mir nun aber zu langweilig. Auf der Suche nach Abwechslung habe ich entschieden, einen Abstecher bei Sagittarius A* zu machen und dann in die alte Blase zurückzufliegen. Das nächste Update steht vor der Tür und damit sollen dann endlich auch die Thargoiden eingeführt werden. Das will ich nicht verpassen, weil ich gerade mal 22.000 Lichtjahre entfernt herumgammele.

Abgesehen davon hat „Elite: Dangerous“ wieder mal seinen ganz eigenen Zauber entfaltet und mich richtig schön mitten in das Geschehen hineingezogen. Grund dafür ist, dass ich das 3rd Party Tool „Elite: Dangerous Star Map“, kurz EDSM, entdeckt habe. Dies veranlasste mich, gleich mal die Tools E:D Market Connector sowie EDDiscovery zu installieren, um meinen Fortschritt ein wenig zu protokollieren. Nicht, dass das in irgendeiner Weise relevant wäre … aber es sind einfach ein paar digitale Fußabdrücke, die ich auf diese Weise hinterlassen kann.

„Fallout 4“

Hatte ich schon lange nicht mehr in der Mache. Nachdem ich aber mit „Freelancer“ durch war, juckte es mich ein wenig in den Fingern, die Geheimnisse des Ödlands nun endlich einfach aufzudecken. Weil ich allerdings seit Monaten nicht mehr gespielt hatte, wollte ich mich irgendwie gar nicht mehr richtig in die Story einfinden. Deswegen habe ich kurzerhand ein neues Spiel gestartet. Und weil ich einigermaßen weiß, wie es geht, kam ich nun auch relativ schnell voran.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich derzeit irgendwie gar keinen großen Bock habe, stur dem Hauptquest zu folgen oder mich ums Verrecken irgendeiner der vier Fraktionen anzuschließen. Stattdessen habe ich mich darauf kapriziert, ein wenig durch das Ödland zu wandern und die Karte mehr oder weniger systematisch aufzuklären. Ich muss allerdings aufpassen, dass ich nicht versehentlich irgendwelche Quests triggere, wie es mir in „Fallout 3“ passiert ist. Dort habe ich irgendwann irgendeinen Gegner umgenietet und mir einen Gegenstand geschnappt, der eigentlich das Missionsziel eines anderen Quests gewesen wäre. Damit habe ich dann den geplanten Questablauf des gesamten Spiels durcheinander gebracht, was stellenweise zu kuriosen Glitches führte und mich letztendlich komplett den Überblick verlieren ließ. Hoffentlich hat Bethesda ein wenig nachgebessert, damit mir nicht nochmal solcher Quatsch passiert.

Und sonst so?

Ansonsten habe ich ein klein wenig mit Flugsimulatoren herumgespielt. Drei große Nummern habe ich momentan am Start: FSX, XPlane 11 und Aerofly FS2. Für den FSX habe ich mir nun sogar einen DLC mit detaillierten Höhendaten Deutschlands sowie einen DLC mit aufgebohrter Bodenbeleuchtung bei Nacht beschafft. Das sieht schon mächtig gut aus – allerdings nicht so gut wie das, was XPlane 11 schon serienmäßig mitbringt. Dafür sind sowohl im FSX als auch im XPlane die Szenerien von Manhattan und Las Vegas bei Weitem nicht so gut wie beim FS2. Der setzt da echt Maßstäbe – auch was VR angeht.

Updated: 22. September 2017 — 11:38
© 2017 Niels Peter Henning

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